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Die Handicap Reform – Weltweit einheitliche Vorgabe geplant

© svanhorn / depositphotos

Wie der DGV in einer Pressemeldung mitteilte, planen die weltweit anerkannten obersten Regelhüter des Golfsports (R&A und USGA) die Einführung eines weltweit einheitlichen Handicap-Systems.

Seit zwei Jahren evaluieren die weltweit sechs bestehenden Handicap-Institutionen sowie entscheidende
Golf-Organisationen die aktuellen Systeme und planen ein weiteres Vorgehen. Ein genauer Zeitplan zur Einführung in den nächsten Jahren befindet sich in Arbeit und soll noch am Ende diesen Jahres vorgestellt werden.

Nach der Bekanntgabe zur Vereinfachung der Golfregeln (lies unseren Artikel vom 1. März 2017) wollen R&A und USGA damit auch das Handicap-System transparenter gestalten.

World Handicap – Ein System für die ganze Golfwelt

Martin Slumbers, Geschäftsführer des R&A, benennt die Ziele des neuen Systems: „Uns ist schon eine ganze Weile bewusst, dass vielen Golfern die bestehende Handicap-Landschaft zu kompliziert ist und es frustrierend sein kann, wenn das HCP nicht auf der ganzen Welt gleich angewendet wird. Wir versuchen, ein System auszuarbeiten, das einfach zu verstehen ist und auf der ganzen Welt einheitlich Anwendung findet“.

Auschuss aus CONGU, EGA, SAGA, AAG, USGA, JGA & Golf Canada

Für die Umsetzung des sogenannten World-Handicap-Systems wurde ein Ausschuss aus den sechs bestehenden Systemen von Golf Australia, dem Council of National Golf Unions (CONGU) in Großbritannien und Irland, der European Golf Association (EGA), der South African Golf Association (SAGA), der Argentine Golf Association (AAG) und der United States Golf Association (USGA) sowie der Japan Golf Association (JGA) und Golf Canada einberufen.

Auch der Deutsche Golf Verband (DGV) wird vom Ausschuss fortlaufend unterrichtet und bringt seinen Standpunkt als zweitgrößter Mitgliedsverband der EGA ein. Dabei ist es dem DGV wichtig, auf die insbesondere in Deutschland positiven Entwicklungen des bereits umgesetzten EGA-Vorgabensystems hinzuweisen und die gewonnen Erkenntnisse zu berücksichtigen.

Alexander Klose, Vorstand Recht und Services des DGV, sagt dazu: „Wir begrüßen grundsätzlich die Einführung eines weltweit einheitlichen Systems und sind der Überzeugung, dass dadurch aktiven Spielern der Umgang mit dem Handicap vereinfacht und Neu-Golfern der Zugang zu unserem Sport erleichtert werden kann. Das trägt dann auch zu unserem nationalen Ziel, ‚mehr golfspielende Golfer‘, bei. Wichtig wird allerdings sein, was am Ende konkret auf dem Papier steht“.

15 Millionen geführte Handicaps aus über 80 Ländern

Mehr als 15 Millionen Golfer aus über 80 Ländern führen aktuell ein Handicap. Diese Vorgabe gibt an, wie viele Golfschläge des Gesamtergebnisses sich ein Spieler jeweils abziehen darf. Das individuelle HCP errechnet sich auf Basis der Spielergebnisse jedes Spielers. Benötigt ein Spieler dauerhaft mehr Schläge, um einen Platz zu spielen als ein anderer, so wird er ein höheres Handicap haben und sich somit mehr Schläge abziehen dürfen.

Künftig soll es ein weltweit einheitliches Handicap-System geben © dgv
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