Rund ums Grün liegt enormes Potenzial – und gleichzeitig verlieren die meisten Golfer hier unnötig viele Schläge. Wenn du dich beim Chippen ausschließlich auf dein Gefühl verlässt oder ohne klares System trainierst, entstehen schnell Streuung und Unsicherheit. In diesem Beitrag zeigt dir Golf-Professional Luca Sommer, wie du mit einer einfachen Struktur konstanter chippst und dein kurzes Spiel nachhaltig verbesserst.
Warum die meisten Golfer beim Chippen Schläge verlieren
Viele Amateure kennen die Situation:
- Ein Chip bleibt deutlich zu kurz.
- Der nächste rollt viel zu weit.
- Beim dritten wird der Ball nicht sauber getroffen.
Das sorgt nicht nur für Frust, sondern kostet auf jeder Runde wertvolle Schläge.
Die häufigsten Ursachen sind:
- keine klare Grundtechnik
- zu viel Vertrauen auf das reine Gefühl
- fehlendes Verständnis für Flug- und Rollverhalten des Balls
Die gute Nachricht: Für ein besseres kurzes Spiel brauchst du keine komplizierte Technik. Ein einfaches System reicht völlig aus.
Die richtige Chip-Technik als Standardschlag
Statt ständig verschiedene Schlagvarianten auszuprobieren, solltest du zunächst einen stabilen Standardschlag entwickeln.
Achte dabei auf diese Grundlagen:
- Gewicht leicht auf dem vorderen Fuß
- Hände leicht vor dem Ball
- ruhige, kurze Bewegung aus dem Oberkörper
- wenig unnötige Handgelenksbewegung
Je häufiger du diesen Bewegungsablauf wiederholst, desto sauberer wird dein Ballkontakt.
Spiele zum Landepunkt – nicht direkt zur Fahne
Ein häufiger Denkfehler vieler Golfer besteht darin, direkt das Loch anzuvisieren.
Dadurch entsteht unnötiger Druck.
Besser ist es, zunächst einen klaren Landepunkt auszuwählen.
Frage dich vor jedem Chip:
- Wo soll der Ball landen?
- Wie weit rollt er anschließend aus?
- Wie sieht die ideale Linie aus?
Sobald du in Landepunkten denkst, wird dein kurzes Spiel deutlich strukturierter.
Längenkontrolle beim Chippen gezielt trainieren
Ein gutes Gefühl entwickelt sich nicht zufällig.
Trainiere deshalb bewusst deine Schwunglängen.
Ein einfaches Trainingsspiel:
- Lege ein Handtuch oder eine Zielzone auf das Grün.
- Versuche mehrere Bälle exakt dort landen zu lassen.
- Verändere anschließend Entfernung und Schläger.
So entwickelst du Schritt für Schritt ein reproduzierbares Gefühl für verschiedene Distanzen.
Flug und Roll richtig einschätzen
Viele Golfer unterschätzen den Einfluss der Schlägerwahl.
Dabei gilt grundsätzlich:
- Pitching Wedge: mehr Ballflug, weniger Roll
- Mittlere Eisen: weniger Flug, dafür deutlich mehr Roll
Du musst die exakten Verhältnisse nicht berechnen können.
Entscheidend ist, dass du vor jedem Schlag eine klare Vorstellung davon hast, wie sich dein Ball nach der Landung verhält.
Die richtige Entscheidung vor dem Chip
Oft entscheidet nicht die Technik über Erfolg oder Misserfolg, sondern die Entscheidung vor dem Schlag.
Beantworte dir deshalb immer diese drei Fragen:
- Wo liegt mein sinnvollster Landepunkt?
- Welcher Schläger macht den Schlag am einfachsten?
- Wie reduziere ich das Risiko?
Gute Spieler machen sich den Schlag bewusst leicht.
Ein Go-to-Chip sorgt für mehr Konstanz
Gerade unter Druck hilft ein Standardschlag enorm.
Nutze möglichst:
- denselben Schläger
- denselben Bewegungsablauf
- dieselbe Vorbereitung
Je einfacher dein System ist, desto sicherer wirst du auf dem Platz.
Eine feste Pre-Shot-Routine bringt Ruhe ins kurze Spiel
Viele Unsicherheiten entstehen bereits vor dem Schlag.
Mit einer festen Routine gewinnst du Sicherheit.
Gehe dabei immer gleich vor:
- Landepunkt festlegen.
- Ballflug visualisieren.
- Einen Probeschwung mit Fokus auf die Länge machen.
- Ohne Zögern schlagen.
Diese Routine sorgt langfristig für mehr Vertrauen in dein kurzes Spiel.
Trainiere Chippen möglichst platznah
Viele Golfer trainieren entspannt auf der Übungsanlage und wundern sich anschließend, warum auf dem Platz nichts funktioniert.
Deshalb setzt das GO LOW Coaching bewusst auf platznahes Training.
Baue regelmäßig Drucksituationen ein:
- Definiere kleine Zielzonen.
- Setze dir klare Aufgaben.
- Treffe mehrere Ziele hintereinander.
- Beginne von vorne, wenn du dein Ziel verfehlst.
So gewöhnst du dich daran, auch unter Druck konstant zu chippen.
Wenn du dein Training strukturierter gestalten möchtest und wissen willst, wie platznahes Training wirklich funktioniert, kannst du eine Strategie-Session mit Coach Luca Sommer vereinbaren. Dort entwickelt ihr gemeinsam einen klaren Plan für dein Golfspiel.
Fazit: Mit einem einfachen System sicherer chippen
Du brauchst kein außergewöhnliches Talent, um rund ums Grün weniger Schläge zu verlieren. Entscheidend ist ein klarer Plan. Wenn du eine einfache und wiederholbare Chip-Technik nutzt, bewusst zum Landepunkt spielst, Flug- und Rollverhalten verstehst, klare Entscheidungen triffst und realistisch trainierst, wirst du automatisch konstanter und sicherer rund ums Grün.
Die wichtigsten Tipps zum Chippen auf einen Blick
- Entwickle einen wiederholbaren Standardschlag.
- Denke in Landepunkten statt direkt an die Fahne.
- Trainiere gezielt deine Längenkontrolle.
- Nutze die passende Schlägerwahl für Flug und Roll.
- Arbeite mit einer festen Pre-Shot-Routine.
- Trainiere möglichst unter realistischen Bedingungen.
































