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US Open 2017 in Erin Hills – Wo Bunker noch Hindernisse sind

© usga

Wir erleben es jede Woche auf der PGA Tour. Die Profis spielen ihre Bälle lieber aus den Bunkern als aus dem Rough. Generell stellen vor allem auf den namhaften Plätzen in Amerika Bunker keine Sandhindernisse im wörtlichen Sinne mehr dar.

Kritik der Platzarchitekten und Turnierdirektoren

Sie sind zu eintönig, mit ähnlichem Sand versehen, zu flach, einfach zu leicht geworden. Gerade auch bei den US Open-Austragungsorten, bei denen das extrem hohe und dichte Rough mit einem Schlag in den Grünbunker gerne umgangen wird.

Soweit die Kritik vieler Platzarchitekten bzw. Turnierdirektoren. Bei den Diskussionen um die Unspielbarkeit der Grüns  in den letzten Jahren musste sich die USGA als Veranstalter viel Kritik gefallen lassen.

Renaissance der Bunker bei der 117. US Open in Erin Hills

Nun präsentiert man zur 117. US Open in Erin Hills, 60 Kilometer nordwestlich der Stadt Milwaukee am Lake Michigan im US-Bundesstaat Wisconsin, zum ersten Mal eine Renaissance der Bunker als echte Sandhindernisse, die man lieber nicht treffen sollte.

Es ist eine Mischung aus Potbunkern, wie man sie auf Linksplätzen in Großbritannien und Irland vorfindet, vielen Hanglagen und zum Teil sogenannte Fingerbunker, die aus schmalen Rinnen bestehen. Diese Stellen sind so schmal, dass man sie kaum rechen kann, Caddies müssen die Spuren mit den Schuhen einebnen. Die Spieler stehen oft außerhalb und schlagen in andere Richtungen, um dann wieder zur Fahne zu gelangen.

Jordan Spieth: Lieber im Bunker als im Rough? © usga

Jason Day: „Bunker sind Hindernisse“

In den 80er Jahren legte man auf den großen US-Plätzen noch mehr Wert auf schwere Sandhindernisse. Betrug die Sand Safe-Statistik 1980 auf der PGA Tour noch 42,64 Prozent, liegt sie seit 1992 fast immer über 50 Prozent. Im Erin Hills Club, der in einer hügeligen Endmoränenlandschaft gebaut wurde, gibt es 138 Bunker und keiner hat annähernd eine wirklich flache Stelle.

Die ehemalige Nummer eins der Welt Jason Day hat Verständnis für die neue Schwierigkeit. „Bunker sind Hindernisse und da gehörst Du mit Deinem Ball nun mal nicht rein, ohne bestraft zu werden.“

Extrem hohes Rough auf dem über-7.000-Meter-Platz

Wir sind gespannt auf die Bunker in dieser Woche, wartet doch das übliche extrem hohe Rough einer US Open und bei dem offenen Gelände bei Wind zusätzlicher Stress. Zudem handelt es sich bei Erin Hills mit über 7.000 Meter bei Par 72, je nach täglichem Setup, um einen der längeren Plätze in der US Open Geschichte.

Gibt’s auch Erleichterungen? Na klar, die Grüns sollen nicht ganz so schnell und die Fairways etwas breiter sein als in den letzten Jahren. Was auch immer das heißen soll…

Los geht es Donnerstagabend ab 19 Uhr bis 3 Uhr live und exklusiv auf Sky Sport. Ich freue mich darauf.

Rory McIlroy bei der 117. US Open Übungsrunde © usga
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