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Ruhig Blut, Golfer! Die 10 „Nervenstärke“-Tricks der Golf-Tourspieler

Nervenstärke
Foto: GERIBODY
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In einem Golferleben kommt früher oder später jeder Spieler an den Punkt, wo seine Nerven ihm gehörig zu schaffen machen. Das Thema „Unter Druck die Nervenstärke behalten“ betrifft Golfer aller Spielstärken – vom Anfänger bis zum Tour-Professional. Was ist der beste Weg zur sogenannten „Mental Strength“?

Easy! Unter Druck die Nervenstärke behalten

Sergio Garcia
Heißsporn Sergio Garcia Foto: ADIDAS

Du bist Anfänger und spielst das erste Mal mit einem viel besseren Spieler? Oder Du spielst schon ganz ordentlich und bist nun aber erstmals auf einem Pro-Am dabei? Vielleicht nimmst Du generell an einem Turnier teil, bei dem es für Dich ordentlich um etwas geht?

Leider gibt es keine Einheitslösung für all diese Situationen und ihre Protagonisten, denn jede Person ist individuell und mental ganz anders gestrickt. Aber es gibt ein paar sehr gute Tipps & Tricks (die auch viele Tourspieler anwenden), welche Dir sicherlich helfen könnten:

Tipp 1: Stress reduzieren

Frag Dich folgendes: Wer oder was ist verantwortlich für die Schmetterlinge in Deinem Bauch, bzw. den nervösen Darm oder die zittrigen Hände vor oder in Drucksituationen? Richtig, der Stress! Jedes Mal wenn Du Dich in einer unbekannten oder unkomfortablen Situation befindest, produziert Dein Körper verstärkt Stresshormone. Und letztere sind, wie Du bestimmt schon gemerkt hast, nicht gerade förderlich für eine gute, sportliche Leistung. Versuche, cool zu bleiben!

Tipp 2: Selbstvertrauen

Golf ist ein „Game of Confidence & Competence“ – ein Sport der Leistungsfähigkeit und des Selbstvertrauens. Sport-Psychologen definieren das so: „Ein Athlet braucht die richtige Wahrnehmung seines Könnens und die mentale Stärke, seine Fähigkeiten voll zu entfalten.“ In anderen Worten: Du brauchst Selbstvertrauen! Du musst das, was Du bis jetzt schon gut kannst, auch selbstsicher umsetzen – sonst Panne…! Glaube an Dich!

Tipp 3: Entschlossenheit

Wie soll der nächste Schlag ausgeführt werden? Welchen Schläger sollst Du benutzen? Bewerte die Situation rational und triff intuitiv eine Entscheidung – und dann bleibe auch bei ihr! „Im Nachhinein zu bemerken, eine falsche Entscheidung getroffen zu haben ist weniger schlimm, als Unsicherheit durch Unentschlossenheit“ sagt Bernhard Langer.

Golf-Legende Bernhard Langer
Bernhard Langer’s Tipp: Entschlossenheit Foto: STEFAN VON STENGEL / WINSTONGOLF

Tipp 4: Strukturierende Selbstgespräche

Nicht selten sieht man Golfer, die ganz offensichtlich Gespräche mit sich selbst führen. Wer gezielt mit sich selbst spricht, baut Stress ab. Sich nach einer erfolgreich gemeisterten Aufgabe selbst zu loben, hat erwiesenermaßen positive Effekte. Auch das vorab Strukturieren komplexer Tätigkeiten mit Sätzen a la „Jetzt mache ich einen gefühlvollen Chip an den Stock, danach nur noch easy reinputten“ ist für das Gehirn hilfreich und motiviert Dich.

Tipp 5: Selbstkritik vermeiden

Verprügel Dich nach einer schlechten Aktion oder Leistung nicht gleich innerlich selbst – und erst Recht nicht verbal! Fehler passieren, aber es zieht Dich extrem runter, wenn Du Dich darüber ausgiebig ärgerst. Nimm es leicht (ich weiß, es ist manchmal sehr schwer) und konzentriere Dich auf den nächsten Schlag oder die nächste Bahn. Selbstkritik ist kontraproduktiv!

Tipp 6: Entspannungstechniken

Jason Day
Jason Day bewahrt die Nerven mit einer Atemtechnik Foto: NIKE

Yoga, Qi Gong und autogenes Training gelten nicht umsonst als wirksame Entspannungstechniken. Wer in sich ruht, dem können widrige Umstände viel weniger anhaben. Entspannung schlägt sich auf neuronaler Ebene in einer Aktivierung des Ruhenervs nieder.

Empfehlenswert ist z.B. Jason Day’s Entspannungstechnik: Er benutzt eine simple Atemtechnik-Routine, um in Stresssituationen die Nervenstärke zu bewahren. Mach es wie Jason, atme tief durch und puste den Stress raus aus Deinem Körper!

Tipp 7: Visualisierung

Tour-Professionals visualisieren die Schläge, die sie spielen möchten im Vorfeld sehr lebhaft und machen dann einige Probeschwünge. Das Gehirn kann diese Probe-Bewegung „abspeichern“ und verfällt außerdem schneller in einen Modus der Konzentration, als wenn Du ohne Generalprobe schwingst – Fehler lassen sich somit reduzieren.

Tipp 8: Equipment- / Schwung-Probleme

Dein Driver funktioniert heute nicht? Lass ihn stecken! Jack Nicklaus war bekannt dafür, seinen Driver im Bag zu lassen, wenn er auf den ersten Bahnen Probleme damit hatte und spielte den Rest der Runde eben mit seinem 3er Holz. Auf keinen Fall solltest Du versuchen, an Deinem Schwung „herumzudoktorn“ und das Problem auf der Runde durch Schwung- oder Griff-Veränderungen zu reparieren.

Tipp 9: Pre-Shot Routine

Tour-Pros entwickeln ihre eigene Pre-Shot-Routine und ziehen sie gnadenlos durch. Der dreifache Major-Sieger Larry Nelson z.B. sagte einmal, er würde niemals nochmal auf das Ziel schauen, sobald er seine Füße in Position gebracht hätte – er wüsste ja, dass es da sei. Routine im Vorfeld ist gut für Deine Konzentration und das Selbstvertrauen.

Tipp 10: Nerven-Nahrung

Du bist, was Du isst. Versorge Deinen Körper mit Energie und verhilf ihm im besten Fall zu Nervenstärke! Komplexe Kohlenhydrate etwa (Vollkornprodukte wie z.B. Haferflocken) stellen eine dauerhafte Energieversorgung sicher, auch unter Stress. Die Anbindung der Nerven an die Synapsen wird mit Magnesium und Eisen verbessert. Für eine hohe Konzentrationsfähigkeit und einen kühlen Kopf können Nüsse mit der Aminosäure Tryptophan-F sorgen (lies unseren Artikel vom 12. Juli 2017). Und auch das Frühstücksei mit seinem enthaltenen Neuro-Transmitter Azetylcholin wirkt direkt auf Deinen Nervenstoffwechsel.

Hook in die Bäume
Ein Hook in die Bäume? Jetzt bloß nicht ärgern, konzentrieren! Foto: ISOGOOD

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