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Masters Tournament 2017: Keep calm – It’s Masters Week

© karen foley photography / depositphotos

In der ersten April-Woche heißt es in der Welt des Golfsports traditionell: It´s Masters Week. Das erste Major des Jahres, das Masters Tournament, wirft schon seit Wochen seine Schatten voraus.

Ob es nun die Bemühungen der Profis sind, sich doch noch für das Masters zu qualifizieren, die immer junge Frage, wer in diesem Jahr wohl die besten Chancen hat oder welche Legenden sich wohl beim Champions Dinner treffen werden.

Masters Tournament ohne Tiger

Tiger Woods hat übrigens offen gelassen, ob er nicht doch wenigstens zum legendären Abendessen der ehemaligen Sieger erscheint, das in diesem Jahr Titelverteidiger Danny Willett ausrichtet. Spielen wird Tiger ja leider aufgrund seiner anhaltenden Rückenprobleme nicht. Willett lässt übrigens ein typisches Gericht aus seiner Heimat Yorkshire servieren: Cottage Pie, Roast Beef und Yorkshire Pudding.

Masters Tournament – Faszinierenstes Golfturnier der Welt

Das US-Masters im Augusta National Golf Club ist tatsächlich das faszinierenste Golfturnier der Welt. Der Club ist streng privat und die rund 300 Mitglieder gehören einem elitären Zirkel aus Wirtschaft und Politik an. Die offizielle Aufnahmegebühr von 50.000 Dollar stellt für viele Interessenten kein Problem dar, es wurden schon Beträge bis zu einer Million Dollar für eine Mitgliedschaft geboten – zwecklos.

Tiger Woods beim Masters 2006 © gomattolson / wikimedia

Nach Jahren der Proteste hat man 2012 mit Condoleezza Rice und Darla Moore die ersten weiblichen Mitglieder aufgenommen. Mit Ron Townsend wurde erst 1990 das erste Afro-amerikanische Mitglied aufgenommen.

Als Tiger Woods 1997 sein erstes Masters gewann, kam auch er in den Genuss einer Mitgliedschaft, allerdings „nur“ einer „Ehrenmitgliedschaft“,  schließlich werden Masters-Sieger automatisch zu Ehrenmitgliedern, die jedoch nur stark eingeschränkte Mitgliedsrechte besitzen.

So dürfen sie nur in Begleitung eines Vollmitgliedes auf den Platz und besitzen keine Stimmrechte. Die einzigen Ex-Sieger, die zu Vollmitgliedern wurden, sind Jack Nicklaus und der im letzten Jahr verstorbene Arnold Palmer.

Augusta National Golf Club

Betritt man das 150 Hektar große Gelände des Augusta National Golf Clubs, fühlt man sich in eine andere Zeit versetzt. Über die Washington Road, der Hauptstrasse Augustas, biegt man durch ein schwer bewachtes Eingangstor in die Magnolia Lane ein. Eine wunderschöne Allee voller blühender Magnolien führt direkt zum prächtigen Clubhaus im Kolonialstil der amerikanischen Südstaaten.

Ein Blumenbeet in Form des nordamerikanischen Kontinents mit übergroßem Fahnenmast samt US-Flagge auf der Frontseite des Gebäudes bildet den sogenannten „Kreis der Gründer“. Zwei Tafeln erinnern an die beiden Augusta-Gründer Bobby Jones und Clifford Roberts. Sie riefen den Club Anfang der 30er Jahre ins Leben.

Ein aus Blumen geformtes Logo des Masters © pocketwiley / wikimedia

Das Clubhaus, das schon 1854 errichtet wurde, gilt übrigens als das älteste Zementbauwerk des gesamten Südens der USA. Der berühmteste Raum ist der „Champions Locker Room“. Hier hängen die original grünen Jacketts der ehemaligen Sieger.

Nicht alles echt was glänzt

In Augusta ist nicht alles echt, was da glänzt. Ich habe mich bei meinem ersten Masters-Besuch doch sehr über die sagenhafte Blütenpracht gewundert. Immerhin war es Anfang April, und in den Wochen zuvor war es extrem kühl, und es regnete viel. Ich ließ mich aufklären: Magnolien und Rhododondren werden mittels Beheizung zeitgenau zur Masterswoche zum Blühen gebracht, ja gezwungen.

Genauso künstlich werden übrigens braune Stellen auf dem Platz mit grüner Farbe besprüht. Und selbst der Sand in den Bunkern ist in Augusta weißer als anderswo. Das verwundert wenig, denn der ansonsten beige Sand wird für das Masters durch einen schneeweißen Quarzsand ersetzt, der extra aus North Carolina herangekarrt wird. Und auch das Wasser in den Hindernissen ist blau gefärbt.

Heiße Ware: Tickets für das Masters Tournament

Tickets für das Masters gibt es im Übrigen so gut wie keine, sie werden von registrierten Familien über Generationen vererbt, und der Schwarzmarkt unterliegt einer strengen Kontrolle. Eine Warteliste ist geschlossen. Für Eintrittskarten an den Trainingstagen muss man sich beim Club schriftlich bewerben.

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