Golf auf Mallorca im Golfclub Son Vida

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„Golf spielen auf Mallorca ist teuer“ hört man von manchem Urlauber und Branchenexperten. Im Gegensatz zum spanischen Festland und den Kanaren gelten die Greenfees dort als überteuert. Auch gegen Konkurrenzdestinationen, wie zum Beispiel Belek (Türkei) schneidet die Insel im direkten Vergleich nicht gut ab. Ich habe mich „auf Malle“ im Golfclub Son Vida mal umgesehen.

Warum Golf spielen auf Mallorca teuer ist

Golf ist nicht umsonst, das wissen wir alle nur zu gut. Der Bau und die Pflege eines Platzes auf Mallorca ist aufgrund der Insellage natürlich weitaus kostenintensiver als in anderen europäischen Regionen. Außerdem kommen auf den Balearen noch hohe Steuersätze für die Benutzung von Klärwasser zur Bewässerung der Fairways und Greens dazu.

Übersicht der Golfplätze auf Mallorca

Aber „zu einem 5 Sterne Urlaub gehört auch ein Garten mit 18-Loch“ sagte einmal ein weiser Mann, der damit meine Einschätzung von guter Urlaubserholung punktgenau teilt. Und so machte ich mich schon im Vorfeld meines Mallorca-Aufenthalts schlau über die vielfältigen Golfmöglichkeiten vor Ort. Eine Übersicht aller Golfplätze Mallorcas findet man z.B. auf dieser Karte.

Keine der rund zwei Dutzend Golfanlagen auf Mallorca ähnelt sich. Es gibt exklusive Plätze, die nur für Mitglieder sind, Plätze mit bestimmter Handicap-Vorgabe (meist ab Hcp 36) und es gibt eine handvoll Plätze, die für jeden Golfer mit Stammvorgabe in Frage kommen.

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Golf Son Vida auf Mallorca © jfx

Golfplatz Son Muntaner oder Golf Son Vida

Aufgrund der Lage meines Hotels im Südwesten nahe Port Andratx, kamen für mich 2 Destinationen in die engere Wahl: Der neueste Golfplatz Mallorcas „Son Muntaner“ und der älteste Golfplatz Mallorcas „Son Vida“, welche beide direkt nebeneinander liegen. Ich entschied mich spontan, auf dem ältesten Golfplatz Mallorcas „Golf Son Vida“ eine ausgiebige 18-Loch Proberunde zu drehen.

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Eine gepflegte Anlage im Top-Zustand © jfx

Son Vida – Greenfee Golfen auf der Balearen Insel

Mallorcas Golfplätze befinden sich weitestgehend in ausländischer Hand. Insbesondere während der Hochsaison bestimmen deutsche Greenfee-Golfer auf den Insel-Courses das Spielgeschehen, so auch hier. Man spricht neben Spanisch auch Deutsch oder Englisch – also kein Problem dem freundlichen Mann an der Anmeldung mitzuteilen, dass ich Leihschläger und einige Bälle benötige.

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Die Preise variieren je nach Saison © nk

Keine Driving Range, dafür Golfcart und Wasser inklusive

Minuspunkt: Der Club Son Vida hat keine DrivingRange. Nur eine dürftige Schlaganlage mit gespanntem Auffangnetz um seine Abschläge vor der Runde zu justieren. Gewöhnungsbedürftig, da man ja bei einem in 10 Meter entfernt gespannten Netz ohne Trackman oder FlightScope nicht sieht, ob man mit den geliehenen Schlägern in 100 Meter Entfernung einen Slice hinlegt.

Pluspunkt: Das Golfcart ist hier inklusive, 2 kleine gekühlte Wasserflaschen und eine digitale Scorekarte an Bord. Auf der Karte sieht man GPS-gesteuert jederzeit wo man sich befindet und wie weit es noch bis zum Pin ist.

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Golfcart inklusive mit digitaler Scorecard © jfx

Preiswert Golf spielen ab Handicap 54: Golfplatz Son Vida

Der Platz ist zur Mittagszeit (wie auch aus meinem Heimatclub in Deutschland gewohnt) gerammelt voll. Ein Flight vorne, der entspannt und langsam spielt und ein Flight hinter mir der drückt und nervt. Wie immer, Turnierbedingungen 🙂 Son Vida ist einer der wenigen Plätze auf Mallorca für Einsteiger: Hier darf man schon ab Hcp 54 spielen – ob man das bei der Frequenz sollte, muss jeder für sich selbst entscheiden…

Belohnt wird man dafür durch eine gepflegte Anlage mit einer ganz netten Aussicht. Auf den meist langen Bahnen kommen besonders Longhitter auf ihre Kosten. Großzügige Wasserhindernisse verteidigen auf Plateaus thronende Flaggen und teilweise hügelige Dogleg-Bahnen gesäumt mit Palmen, geben einem das mediterrane Golf-Feeling, was sich in der mitteleuropäischen Heimat leider vermissen lässt.

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Wasserhindernis auf dem Golfplatz Son Vida © jfx

Wer hier bei bestem Wetter und diesen tollen Golf Bedingungen noch an seinem Abschlag zweifelt, der sollte vielleicht einfach im Golfcart den Kurs entlang fahren, die Eindrücke genießen und ein paar der unzähligen Möwen füttern.

Mit circa 65,- Euro für 18-Loch und nochmal 17,- Euro für einen Satz Nike-Leihschläger war die Runde übrigens nicht überteuert, sondern in etwa genauso teuer wie in Deutschland. Aber Vorsicht: Greenfee und Leihschlägergebühren sowie alle anderen Preise werden je nach Saisonzeit berechnet. Zur Hochsaison kann es also durchaus teurer werden hier zu spielen…

Mallorca, ich komme wieder!

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Über den Autor

Jan

Jan ist Medienprofi und leidenschaftlicher Sportler. Anfang 2014 entdeckte er seine Begeisterung für Golf und gründete daraufhin das Golfportal GOLF1.

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