Do it yourself: So baust Du Dir ein Balance Board

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Wenn Du mit Deinem Golfschwung mehr Länge erzielen willst, helfen Dir gezielte Fitnessübungen im Training schnell weiter. Ein Balance Board z.B. kostet im Handel allerdings an die 130 Euro. Ein stolzer Preis, wenn man eine MDF-Platte in geeigneter Stärke und Größe für wenige Euro im Baumarkt bekommt. Selbst ist der Golfer: Wir bauen uns ein Balance Board!

Zum Bauen benötigst Du:

Um das Balance Board zu bauen, brauchen wir diese Dinge:

  • MDF-Platten, 16 mm Stärke (ca. 4 Euro inkl. Zuschnitt im Baumarkt, z.B. bei Hellweg.de)
    • Für das Bord: 75×40 cm
    • Stopper an der Unterseite: 5×20 cm
  • selbstklebendes Grip-Tape (ca. 8 Euro im Skateboard-Shop, z.B. bei Scooter-Kickboard.de)
  • Stichsäge (ab 15 Euro)
  • Schraubzwinge oder Schnellspanner
  • Feile und Schleifpapier (ggf. ein Schleifblock)
  • Holzleim, Schere und Klebefilm

Für das Zusägen des Boards und das Ausschneiden des Grip-Tapes findest Du hier zwei PDFs mit entsprechenden Schnittmustern:

Außerdem wird ein sogenanntes Balance-Kissen bzw. Air Pad benötigt (ca. 15 Euro bei amazon.de).

Schritt für Schritt zum Balance Board

Um das Balance Board zu bauen, absolvieren wir nachfolgende Schritte:

  1. Leime die Stopper an
  2. Säge das Board zu
  3. Schleife die Kanten ab
  4. Klebe die Fußmarkierungen an

Leime die Stopper an

In vielen Baumärkten werden MDF-Platten kostenfrei auf eine gewünschte Größe zugeschnitten. Somit müssen im ersten Schritt lediglich die beiden kleineren Holzteile an die große Platte angeleimt werden. Diese dienen als Stopper, um das Board beim Kippen zu verstärken.

Nachdem wir den Leim auf eine Seite der kleinen Holzstücke aufgetragen haben, werden diese an den Enden der großen Platte bündig mit einer Zwinge oder einem Schnellspanner befestigt.

Überquellender Leim stellt kein Problem dar: Die Kanten schleifen wir später noch ab.

Stopper anleimen © GOLFSTUN.DE

Stopper anleimen © GOLFSTUN.DE

Säge das Board zu

Nun kommt der schwierigste Arbeitsschritt: Das Zusägen unseres Boards. Grundsätzlich funktioniert das Board natürlich auch, wenn es eckig ist – aber abgerundet sieht das Board natürlich viel besser aus.

Zunächst müssen die Schnittmarkierungen auf das Brett gezeichnet werden. Hierfür einfach unser PDF mit den Markierungen ausdrucken, auf das Board legen und mit Klebefilm fixieren.

Mit einem Cutter ziehen wir zunächst die Linien nach (oder einfach mit einer Schere ausschneiden) und dann den Rand mit einem Bleistift nachziehen.

Nun kann mit der Stichsäge die gewünschte Form zugesägt werden.

Sollte der Zuschnitt nicht ganz kantenfrei gelingen, sind mit Feile und Schleifpapier spätere Korrekturen möglich.

Board zusägen © GOLFSTUN.DE

Board zusägen © GOLFSTUN.DE

Schleife die Kanten ab

Im ersten Schritt empfiehlt es sich, das Board mit einer Feile entlang der Schnittkante abzurunden.

Mit feinem Schleifpapier lassen sich die Kanten des Boards entsprechend feiner gestalten.

Am besten vorsichtig mit der Hand über die Kanten fahren, um letzte raue Stellen zu identifizieren und dann auszugleichen.

Kanten abschleifen © GOLFSTUN.DE

Kanten abschleifen © GOLFSTUN.DE

Klebe die Fußmarkierungen an

Markierungen für den Stand können eine gute Orientierungshilfe für das Training mit dem Balance Board darstellen. Hierfür eignet sich sogenanntes Grip-Tape, das z.B. bei Skateboards zum Einsatz kommt. Grip-Tape hat eine selbstklebende Rückseite. Die andere Seite ist sehr stark angeraut, so dass ein Wegrutschen quasi ausgeschlossen ist.

Zunächst drucken wir die Vorlage für den Zuschnitt des Grip-Tapes aus und kleben sie anschließend auf die Rückseite des Grip-Tapes.

Nun schneiden wir die Form aus. Die Größe der Fußmarkierungen sollte bis Schuhgröße 45 (circa 30 cm) geeignet sein. Bei größeren Füßen kann man die Form ganz einfach noch etwas großzügiger ausschneiden.

Zum Schluss nur noch das ausgeschnittene Grip-Tape auf die gewünschte Position kleben – fertig!

Fußmarkierungen ankleben © GOLFSTUN.DE

Fußmarkierungen ankleben © GOLFSTUN.DE

Los geht’s – das Balance Board im Training

Um das selbstgebaute Board sinnvoll nutzen zu können, benötigt man noch ein Balance-Kissen bzw. Air Pad, welches mittig unter das Balance Board gelegt wird.

Nun ist unser Balance Board einsatzbereit für Fitness-Übungen zur Verbesserung des Golfschwungs!

Balance Board mit AirPad © GOLFSTUN.DE

Balance Board mit AirPad © GOLFSTUN.DE

Bereit zum Training: So sieht das fertige Balance Board aus © GOLFSTUN.DE

Bereit zum Training: So sieht das fertige Balance Board aus © GOLFSTUN.DE


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Über den Autor

Christophe Speroni

Wenn Christophe gerade nicht auf dem Golfplatz ist, entwickelt er Webseiten und digitale Produkte. Als Golfblogger stellt Christophe unter anderem Trainingstipps und Videos zur Verfügung.

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