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DGV für „Ready Golf“ – Ab jetzt geht’s nicht mehr um die Ehre

Ready Golf
Foto: GINOSPHOTOS1
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Auf der Jahrespressekonferenz gab der Deutsche Golf Verband, anlässlich der CMT Messe in Stuttgart, die neuesten Mitgliederzahlen bekannt. Außerdem propagierte der DGV das sogenannte „Ready Golf“.

Circa 1.700 neue Golfer in Deutschland

2017 in nackten Zahlen: 51.293 neuen Clubmitgliedern stehen 49.508 Austritte gegenüber, was einen kleinen Zugewinn von 1.785 Golfern bedeutet.

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen: Etwas mehr als 1.700 neue Golfer gab es also 2017 in Deutschland – laut DGV-Präsident Kobold „verliere der Verband allerdings immer wieder fast 50.000 Golfer“. Die Motive seien unklar, woran künftig nun gearbeitet werden soll. Die Austrittsgründe sollen von den Clubs mit neuer Software erfasst und ausgewertet werden.

Deutsche Golfer immer älter

Die allgemeine demographische Entwicklung in Deutschland schlägt sich auch auf die DGV-Mitglieder nieder: Rund 63,5 Prozent aller Mitglieder in Deutschen Golfclubs sind 51 Jahre oder älter. In dieser Gruppe verzeichnet der DGV immerhin die größten Zuwächse.

Ready Golf – schneller und attraktiver

Ab sofort ruft der DGV alle Golfer dazu auf, in ihren Privat- und Turnierrunden im Zählspiel auf die bisherige Schlagfolge zu verzichten und „Ready Golf“ zu spielen.
„Ready Golf“ soll ab 2019 ein Teil der neuen Golfregeln sein, die zurzeit von der R&A ausgearbeitet weden, doch der DGV will so lange nicht mehr warten.

Was bedeutet Ready Golf?

Ungeachtet der bisher gültigen Etikette (Spieler mit den wenigsten Schlägen am vorherigen Loch „hat die Ehre“) heißt es nun: Derjenige soll abschlagen, der am Abschlag zuerst spielbereit ist – natürlich unter Berücksichtigung der Sicherheit aller Spielpartner.

Durch diese Regelung soll das Spiel schon jetzt entsprechend beschleunigt und damit laut DGV attraktiver werden. Ob dadurch im nächsten Jahr mehr Leute für den Golfsport begeistert werden, bleibt allerdings fraglich…