Bernhard Langer – Masters-Legende und Golf-Vorbild

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Mit 58 Jahren spielt Bernhard Langer immernoch in der Weltspitze mit. Der Deutsche war DIE große Sensation nach dem 3. Tag beim Masters in Augusta, im US-Bundesstaat Georgia. Er mischte die ersten 3 Tage sensationell beim Kampf um das Green Jacket mit: Am Finaltag startete er noch als Dritter auf dem Leaderboard, beendete das Turnier dann aber mit 6 über Par. Dennoch lieferte er eine bemerkenswerte Gesamtleistung ab.

„Beim Golf kommt es nicht auf Kraft oder Geschwindigkeit an. Hier geht es darum, eigene Stärken und Techniken zu kennen und sie sinnvoll zu nutzen“ erklärt Bernhard Langer sein Geheimnis.

Neben Seve Ballesteros, Sandy Lyle, Nick Faldo und Ian Woosnam gehört auch Langer zu den „Big Five“: Einer Gruppe von Weltklasse-Golfern, die alle innerhalb von 12 Monaten geboren wurden, Ryder Cup-Veteranen sind und mindestens ein Major gewannen.

Bernhard Langer nach dem Abschlag © keith allison

Bernhard Langer nach dem Abschlag © keith allison

Weltklasse Masters-Siege 1985 und 1993

Der Anhauser, der in Florida lebt, gewann 1985 das erste Mal das bedeutenste Golfturnier der Welt – Das Masters. Dies geschah im gleichen Jahr, als der erst 17jährige Boris Becker das erste Mal Wimbledon gewann.

Bernhard Langer im Jahr 1985 © Croes, Rob C., Anefo

Bernhard Langer im Jahr 1985 © Croes, Rob C., Anefo

1993 machte Langer dann den zweiten Augusta-Sieg perfekt und drei Monate später wurde ein gewisser Jordan Spieth geboren – der aktuelle Weltranglisten-Zweite, der gestern den Masters-Sieg (wegen zwei Wasserschlägen) hinter Danny Willett nur ganz knapp verpasste.

2014 hatte Berhard Langer erneut Chancen auf den Masters-Titel, wurde aber am Ende nur Achter. Bis heute ist der Inhaber des Grünen Jacketts aber noch der einzige, deutsche Masters-Champion.

Seit 1976 Golf-Profi und 36 Mio Preisgeld abgesahnt

Bernhard Langer ist seit 1976 Golf-Profi und holte insgesamt circa 36 Mio Euro Preisgeld in seiner Karriere. Seit 2008 startet er bei der PGA Senior-Tour. Langer, der zum 33. Mal das Masters mitspielte, hat immernoch Spaß am Golf: „Ich schlage zwar manchmal etwas kürzer als die anderen, aber mit technischem Geschick kann man am Ende doch wieder Par spielen.“

Masters-Legende Langer beim Bunkerschlag © jayphil / dr. frederick j. phillips

Masters-Legende Langer beim Bunkerschlag © jayphil / dr. frederick j. phillips

Langer Putter und Bernhard Langer

Bernhard Langer ist dem langen Putter auch 2016 treu geblieben. Aufgrund neuer Regularien, fixiert er den Griff jetzt aber nicht mehr an der Brust, denn lange Putter dürfen seit 2016 nicht mehr am Körper angelegt werden. Trotz des Verbots der Schlägerverankerung, holte der Ü50-Golfer dieses Jahr auch mit neuer Putt-Technik seinen dritten Turniersieg auf der Senior-Tour und befindet sich an der Spitze der Saisonwertung.

Konsequenter und fleißiger Golfer

Langer, der seit 1984 mit der Amerikanerin Vikki verheiratet ist und mit dieser vier Kinder hat, ist unter Freunden und Kollegen als konsequenter und fleißiger Arbeiter bekannt: Er ackert jeden Tag im Kraftraum und auf der Driving-Range. Auch Jordan Spieth lobt den Deutschen: „Bernhard ist eine reele Gefahr – Er weiß ganz genau, wie man den Ball spielen muss und ist absolut in der Lage, das Turnier nochmal zu gewinnen.“

Bleib wie Du bist und viel Glück im nächsten Jahr, Bernhard!

Bernhard Langer in Aktion © jonathan palombo

Bernhard Langer in Aktion © jonathan palombo

 

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Über den Autor

Jan

Jan ist Medienprofi und leidenschaftlicher Sportler. Anfang 2014 entdeckte er seine Begeisterung für Golf und gründete daraufhin das Golfportal GOLF1.

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